Außenlift: Was bei Treppenliften im Freien wichtig ist
Wer nur die Haustür oder den Garten nicht mehr sicher erreicht, braucht manchmal keinen Lift im Haus, sondern draußen. Ein Außenlift ist für Wind und Wetter gebaut. Feste Preise gibt es dafür nicht: Der ADAC weist darauf hin, dass der Einbauort und technische Vorschriften die Kosten beeinflussen. Deshalb hilft nur ein Angebot nach Besichtigung.
Wann ein Außenlift in Frage kommt
Typisch sind Stufen vor dem Hauseingang, Treppen zum Garten oder zur Terrasse und Zugänge über eine Außentreppe, etwa bei Häusern am Hang. Auch Sitzlifte und Plattformlifte sind im Außenbereich möglich.
- Der Eingang liegt über mehrere Stufen und eine Rampe passt nicht hin.
- Die Treppe im Haus ist kurz oder gar nicht vorhanden, nur der Zugang draußen ist das Problem.
- Sie fahren mit Rollstuhl oder Rollator: Dann kann ein Plattformlift besser passen als ein Sitzlift.
Was sich bei einem Außenlift ändert
Draußen muss der Lift Regen, Frost und Sonne aushalten. Anbieter bieten dafür in der Regel Wetterschutz an, zum Beispiel eine Abdeckung. Außerdem spielen Untergrund, Befestigung und Stromanschluss eine größere Rolle als im Haus.
Wie viel das kostet, hängt vom Einzelfall ab. Nennt ein Anbieter Ihnen einen Pauschalpreis ohne Besichtigung, fragen Sie nach, was darin enthalten ist.
Wartung nicht vergessen
Ein Lift wird regelmäßig gewartet. Der ADAC nennt für Treppenlifte allgemein etwa 150 bis 300 Euro pro Jahr. Fragen Sie vor dem Kauf, was im Wartungsvertrag enthalten ist und wer im Störfall kommt.
Zuschuss der Pflegekasse
Die Pflegekasse kann bei vorhandenem Pflegegrad einen Zuschuss von bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme zahlen, wenn der Umbau die Wohnsituation verbessert (§ 40 SGB XI). Der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden. Ob ein Außenlift im Einzelfall anerkannt wird, entscheidet die Pflegekasse.
Mieter und Eigentümer
Mieter können nach § 554 BGB vom Vermieter die Erlaubnis für Umbauten verlangen, die die Nutzung der Wohnung für Menschen mit Behinderung erleichtern. Den Antrag stellen Sie schriftlich und vor dem Einbau.
In einer Eigentümergemeinschaft kann nach § 20 Abs. 2 WEG jeder Wohnungseigentümer angemessene bauliche Veränderungen verlangen, die dem Gebrauch durch Menschen mit Behinderungen dienen. Über die Durchführung entscheidet die Gemeinschaft im Rahmen ordnungsmäßiger Verwaltung. Gerade bei Außenanlagen, die Gemeinschaftseigentum sind, sollten Sie das früh klären.
So gehen Sie vor
- Bei Unsicherheit: Lassen Sie sich von einer örtlichen Wohnberatungsstelle unabhängig beraten.
- Holen Sie mindestens zwei bis drei Angebote ein und lassen Sie die Stelle vor Ort ansehen.
- Stellen Sie den Antrag auf Zuschuss, bevor Sie bestellen.
- Klären Sie als Mieter oder Eigentümer vorab die Zustimmung.
Kosten und Zuschuss für Ihre Treppe berechnen
In einer Minute sehen Sie, womit Sie rechnen können, und wie viel die Pflegekasse beisteuert.
Zum RechnerHäufige Fragen
Was kostet ein Außenlift?
Dafür gibt es keinen verlässlichen Pauschalpreis. Einbauort und technische Vorschriften beeinflussen laut ADAC die Kosten. Sie erhalten den Preis nach einer Besichtigung.
Gibt es einen Zuschuss für einen Außenlift?
Bei Pflegegrad kann die Pflegekasse bis zu 4.180 Euro pro Maßnahme zahlen. Der Antrag muss vor dem Kauf gestellt werden.
Brauche ich als Mieter die Zustimmung des Vermieters?
Ja. Nach § 554 BGB können Sie die Erlaubnis für den Umbau verlangen, sollten sie aber vor dem Einbau schriftlich einholen.
Quellen
Hinweis: Dieser Ratgeber gibt allgemeine Informationen und ist keine Rechts- oder Pflegeberatung. Beträge und Regeln können sich ändern, bitte prüfen Sie den aktuellen Stand bei Ihrer Pflegekasse.
